Wie echte Unternehmer ihre Finanzen in den Griff bekommen haben

Drei verschiedene Wege – aber alle haben eines gemeinsam: Sie haben aufgehört, ihre Zahlen zu ignorieren.

Arbeitsplatz eines Unternehmers mit Finanzunterlagen und Laptop

Von Chaos zur Klarheit – Hannes' Weg

Hannes Bergfeld führte drei Jahre lang ein kleines Designstudio in Leipzig. Die Aufträge liefen gut, Kunden waren zufrieden – aber am Monatsende wusste er nie wirklich, wo er stand. Mal war Geld da, mal nicht. Und er konnte sich nicht erklären, warum.

Das Problem war nicht mangelnder Umsatz. Es war fehlendes System. Hannes hatte keine Ahnung, welche Projekte sich lohnten und welche nur Zeit kosteten. Er arbeitete viel, verdiente okay – aber sparen? Investieren? Das schien unmöglich.

„Ich dachte immer, ich müsste einfach mehr arbeiten. Aber eigentlich musste ich nur verstehen, wohin mein Geld fließt."

Anfang 2024 hat er angefangen, seine Finanzen ernsthaft anzuschauen. Nicht mit komplizierten Tools, sondern mit einem einfachen Budget-Framework. Drei Monate später hatte er zum ersten Mal seit Jahren einen Überblick. Sechs Monate später konnte er gezielt entscheiden, welche Aufträge er annimmt – und welche nicht.

Heute arbeitet er weniger Stunden als früher. Aber er verdient besser und hat endlich eine Reserve aufgebaut. Das gibt ihm Ruhe, die er vorher nie hatte.

Porträt von Lena Voss

Lena Voss

Inhaberin eines Cafés in Hamburg

Ich war immer gut darin, mein Café zu führen – aber die Zahlen haben mir Kopfschmerzen bereitet. Ich wusste nie genau, was ich mir leisten konnte. Sollte ich neue Möbel kaufen? Einen zweiten Mitarbeiter einstellen? Keine Ahnung.

Dann habe ich mich hingesetzt und mein Budget durchgearbeitet. Nicht perfekt, aber besser als vorher. Und plötzlich konnte ich Entscheidungen treffen, ohne ständig ein schlechtes Gefühl zu haben.

  • Klarheit über monatliche Fixkosten und variable Ausgaben
  • Realistische Planung für Investitionen und Reparaturen
  • Weniger Stress bei finanziellen Entscheidungen
  • Erstes Mal seit der Eröffnung: Rücklagen gebildet
Porträt von Thilo Kranz

Thilo Kranz

Freiberuflicher Berater in München

Als Freiberufler schwankt mein Einkommen jeden Monat. Manchmal kommt viel rein, manchmal wenig. Früher habe ich in guten Monaten zu viel ausgegeben und in schlechten Panik bekommen.

Jetzt habe ich ein System, das mit diesen Schwankungen umgeht. Ich weiß, wie viel ich für Steuern zurücklegen muss, wie viel für schlechte Monate – und was ich wirklich ausgeben kann. Das hat alles verändert.

  • Puffer für unregelmäßige Einnahmen aufgebaut
  • Steuerrücklagen automatisch eingeplant
  • Keine Überraschungen mehr bei Nachzahlungen
  • Mehr Freiheit, Aufträge nach Interesse statt Panik auszuwählen

Der gemeinsame Nenner: Schritte, die funktionieren

Diese Geschichten sind unterschiedlich – aber alle drei haben ähnliche Phasen durchlaufen. Hier ist, was wirklich passiert, wenn du anfängst, deine Finanzen ernst zu nehmen.

Phase 1: Ehrlichkeit (Wochen 1-2)

Am Anfang steht immer die Bestandsaufnahme. Was kommt rein? Was geht raus? Viele Unternehmer haben Angst vor diesem Schritt – weil sie glauben, es wird schlimmer aussehen als gedacht. Manchmal stimmt das. Aber meistens ist es einfach nur unklar. Und Klarheit ist der erste Schritt zu allem anderen.

Phase 2: Struktur aufbauen (Wochen 3-6)

Jetzt geht es darum, ein System zu entwickeln, das zu deinem Leben passt. Nicht zu kompliziert, nicht zu simpel. Kategorien festlegen. Prioritäten setzen. Herausfinden, wo du Spielraum hast und wo nicht. Diese Phase braucht Geduld – aber sie lohnt sich.

Phase 3: Anpassungen vornehmen (Monate 2-4)

Kein Budget funktioniert beim ersten Versuch perfekt. Du wirst Dinge übersehen, Ausgaben falsch einschätzen, unerwartete Kosten haben. Das ist normal. In dieser Phase lernst du, flexibel zu bleiben und dein System an die Realität anzupassen – nicht umgekehrt.

Phase 4: Routine entwickeln (ab Monat 5)

Irgendwann wird es zur Gewohnheit. Du schaust regelmäßig auf deine Zahlen, nicht weil du musst, sondern weil es dir Sicherheit gibt. Du triffst Entscheidungen schneller, weil du weißt, wo du stehst. Und du hörst auf, dich ständig zu sorgen – weil du endlich Kontrolle hast.

Bereit für deinen eigenen Weg?

Diese Geschichten sind real. Die Ergebnisse sind real. Aber sie sind nicht über Nacht passiert – und sie sind nicht durch Zufall entstanden. Sie sind das Ergebnis von Klarheit, System und ein bisschen Geduld.

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